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Projekte: kreativ, reaktiv und interaktiv

  • habild
  • 30. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Nov. 2025

Das Leben selbst gestaltend in die Hand nehmen, sich nicht nur als Spielball fühlen. In den öffentlichen Raum gehen. Direkt ins Leben eingreifen, kleine Schraubstellen schöpferisch verändern, und: sich darüber austauschen. Das soll auf dieser Seite geschehen.




  1. Projekt: "Schenkökomomie"


Kreativ: Das Schenken und Geben.

Reaktiv: Die Konsumgesellschaft ist nicht einzudämmen - aber man kann persönliche Strategien erfinden, um mit ihr klarzukommen.

Interaktiv: Wir schenken das Buch übers Schenken weiter.


Ich habe ein schönes kleines Büchlein über die Strategie der Schenkökonomie der Felsenbirne gelesen, der australischen Autorin Robin Wall Kimmerer. Es heißt "Die Großzügigkeit der Felsenbirne"" und stellt die Schönheit des Gabentausches in den Mittelpunkt.


  1. Mir wurde das Glück des Schenkens am Beispiel der Felsenbirne, eine auch bei uns endemisch gewordene Beerenart, völlig neu erklärt:


"Dieser Eimer Felsenbirnen steht für einen hundertfachen Gabentausch, der zu meinen blau gefleckten Fingern führte: die Ahorne, die dem Boden ihre Blätter gegeben haben, die wimmelnden Wirbellosen und Mikroorganismen, die Nährstoffe und Energie ausgetauscht haben, um den Humus herzustellen, in dem ein Felsenbirnensamen wurzeln konnte, der Zedernseidenschwanz, der den Samen fallen ließ, die Sonne, der Regen, die ersten Frühlingsfliegen, die die Blüten bestäubten, und der Landwirt, der zum Spaten gegriffen hat, um die Setzlinge einzupflanzen. Sie alle sind Teil des Gabentauschs, über den alle bekommen, was sie brauchen."



Beim Lesen entwickelte ich die Idee, dass gerade dieses Büchlein sich eignen würde, um verschenkt zu werden, als Gabe. So habe ich nun das von mir gelesene Exemplar mit einem Vorwort versehen und einer Freundin geschenkt, die es dann weiterverschenken soll usw...Die Geschichten, die sich hieraus ergeben, werde ich hier sammeln.




  1. Projekt: Farbessen mit Freunden


Kreativ: Essen ist immer kreativ.

Reaktiv: Dem Überfluss des Warenangebotes etwas Entgegensetzen. Ein Kriterium an die Hand bekommen, welches die Auswahl einschränkt.

Interaktiv: Nicht wir entscheiden uns für eine Farbe, sondern unsere Freunde.


Wir laden Freunde ein und sie dürfen sich eine Farbe wünschen. In dieser Farbe kochen wir ein Essen, drei Gänge. Hier gab es Grün:



Vorspeise: Grüne Paprika aus dem Ofen mit Sardellenpaste


Hauptgericht: Spinatsuppe mit Kräuterbutterbaguette


Nachspeise: Pistazieneis mit Kiwisauce


Inspiriert wurde ich dazu von Sophie Calle, einer französischen Konzeptkünstlerin, die zusammen mit Paul Auster die Idee der monochromatischen Diät erfand. Paul Auster erschuf eine fiktive Figur namens Maria, die sich nur nach dieser Diät ernährte, und die Sophie Calle ähneln sollte: Montags durfte sie nur orange essen, dienstags rot, mittwochs weiß, donnerstags grün, freitags wählte sie gelb (das war nicht von P. Auster vorgegeben), samstags rosa - und am Sonntag wurde dann alle Farben auf einmal aufgetischt. Hier ihre Donnerstags-Diät:


Menü: Gurken , Brokkoli, Spinat. Komplementiert mit grünen Basilikumnudeln, Salat aus Kiwi und Weintrauben, Minzwasser

 
 
 

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